Statement von Prof. Dr. Gerald Hüther

Prof-Gerald-Huether

Statement von Prof. Dr. Gerald Hüther, Hirnforscher der Abteilung „Neurobiologische Präventionsforschung“ der Universitätsmedizin Göttingen.

Prof. Dr. Gerald Hüther

  • Klar kann man Kinder so mit Musik vertraut machen und sie lehren, ein Musikinstrument zu spielen, wie wir das nun schon seit einigen Generationen tun.

    Es hat sich ja irgendwie bewährt, und bei vielen Kindern hat es ja auch so geklappt. Manche haben unterwegs die Lust verloren und aufgegeben.

    Aber die haben wir dann für nicht so begabt gehalten. Die anderen haben es ja geschafft, manche sind sogar Virtuosen auf ihrem Instrument geworden.

    Aus welchem Grund sollten Musikschulen also nach neuen Wegen suchen?

    Ganz einfach: Weil alles, was schon ganz gut ist, noch besser werden kann. Und weil wir inzwischen etwas genauer als im letzten Jahrhundert verstehen, wie Kinder lernen. Was sie brauchen, damit sie ihre angeborene Lust am Lernen, auch am Erlernen eines Musikinstruments nicht so schnell verlieren. Genau das versucht die Musikakademie ihren Schülern zu bieten. Ihre Argumente dafür sind einleuchtend und auch für mich als Hirnforscher überzeugend:

    „Unser Ziel ist ein freudiges, motivierendes, faszinierendes und hirngerechtes Lehren und Lernen. Dies können wir zu einem sehr hohen Maß erreichen, da wir folgende Punkte konsequent in unserem Unterricht umsetzen. Angefangen vom Unterricht mit Kleinkindern bis hin zum Profi-Pianisten:

    Wir lehren vom Grossen zum Kleinen, vom Ganzen hin ins Detail (so folgen wir der natürlichen Wahrnehmung).
    Wir verknüpfen alles neu zu Lernende mit schon Bekanntem.
    Wir „angeln“ die linke Gehirnhälfte über die rechte Gehirnhälfte (wir verpacken Strukturen und Analyse in Bilder und mit Phantasie).
    Wir vermitteln müheloses Klavierspiel spielerisch und bildhaft. Dazu setzten wir die Spieltechnik in Einklang mit physikalischen Naturgesetzen um (Stichwort: Gravitation/Stabilität/Elastizität. Wir bringen die Kräfte „auf den Punkt“.).

  • Für den Erwerb des vernetzten Denkens, baut die Methodik stetig aufeinander auf. So gelangen wir über einfachste Bilder schließlich zur Erschließung und Entschlüsselung komplexer harmonischer Strukturen und Bewegungsabläufen.

    Da wir Probleme, vor die uns das Klavierspiel stellt, mit den Hirnregionen (Wahrnehmungskanälen) lösen, die auch dafür zuständig sind, unterrichten wir so auf ganz natürliche Weise vernetztes Denken. Viele Probleme beim Klavierspiel und an anderen Orten entstehen dadurch, dass wir versuchen mit dem falschen Schlüssel eine Tür zu öffnen. Dann fühlt sich Lernen mühsam an und macht wenig Freude.

    Das Ziel unserer Methodik ist, diejenigen Teile im Hirn zur Arbeit zu locken, die auch wirklich für die Lösung von entsprechenden Problemen zuständig sind. Das geht meistens über die Hintertür. Das heißt wir verpacken strukturelle und analytische Lösungen in Bilder und Phantasie und Können so den Schülern eine Zusammenarbeit beider Hirnhälften mit auf den Weg geben.

    Wenn wir so unterrichten, kann das Klavierspiel eine enorm wertvolle Brücke für den Erwerb des vernetzten Denkens sein.“

    Das finde ich auch. Und deshalb wünsche ich den Lehrern und den Schülern der myPIANOline® Klavierakademie alles Gute auf diesem neuen Weg.

    Prof. Dr. Gerald Hüther

    Neurobiologische Präventionsforschung
    UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN

    Offizielle Website von Prof. Dr. Gerald Hüther

    www.gerald-huether.de

Beitrag teilen